KLF-S – Kleinlöschfahrzeug mit Sonderbeladung

mit hydraulischem Rettungssatz und Poly-CAFS Löschanlage

 

Taktische Bezeichnung: KLF-S

Kennzeichen: TU 984 BB

Marke, Typ: Mercedes Benz Sprinter 519 CDI

Motor: 6-Zylinder Euro5 Commonrail-Diesel, Abgasturbolader und Ladeluftkühler

Hubraum: 2.987 cm³, 140 kW (190 PS)

Getriebeart: Automatikgetriebe

Gesamtgewicht: 5.300 kg

Baujahr: 2011

Indienststellung: 2011

Besatzung: 1:5

Aufbaufirma: Rosenbauer

Funkrufname: Pumpe Utzenlaa

 

Fahrzeugbeschreibung

Dieses Einsatzfahrzeug verfügt neben der Norm- bzw. Pflichtbeladung eines Kleinlöschfahrzeuges zusätzlich über einen mit Singlekupplungen ausgestatteten hydraulischen Rettungssatz neuester Generation der Firma Weber-Hydraulik und weiterer umfangreicher technischer Beladung. Damit kommt dieses Fahrzeug zusätzlich zu Brandeinsätzen auch bei Verkehrsunfällen zum Einsatz und senkt somit die Anzahl des notwendigen Einsatzpersonals in Hinsicht auf die Tageseinsatzbereitschaft.

Zur Absicherung der Einsatzstelle wurde am Fahrzeugheck eine Verkehrswarneinrichtung verbaut, die bei Einsätzen auf Verkehrsflächen für zusätzliche Sicherheit der Einsatzkräfte sorgen soll.

Im Fahrzeugheck befindet sich eine Poly-CAFS Anlage mit 100 Liter-Löschmitteltank, die bei Verkehrsunfällen zum Brandschutz eingesetzt wird. Bei größeren Brandeinsätzen wird diese Anlage im wechselweisen Betrieb durch eine Rosenbauer Fox III Tragkraftspritze ersetzt und/oder zusätzlich der Tragkraftspritzenanhänger mit dem nächsten Fahrzeug mitgenommen.

 

Fahrzeugverwendung

Das neue Kleinlöschfahrzeug der Feuerwehr Utzenlaa rückt aufgrund seiner umfangreichen Beladung praktisch beim jedem Einsatz als Erstfahrzeug aus. Als „Mädchen für Alles“ können mit ihm sowohl ein Verkehrsunfall mit Menschenrettung (vollausgestatteter hydraulischer Rettungssatz mit 3 Angriffshaspeln für Spreizer, Rettungszylinder und Schere) ein Fahrzeugbrand (Poly-CAFS Löschanlage), als auch Brandeinsätze aller anderen Art (Tragkraftspritze) abgearbeitet werden.

KF – Kranfahrzeug

mit Heckkran (19mto), hydraulischer Hubbrille (1to) und Seilwinde (10to)

 

Taktische Bezeichnung: KF

Kennzeichen: TU 765 DE

Marke, Typ: MAN 32.321 FDA, 6x6 Allrad

Hubraum: 11.413 cm³, 235 kW (321 PS)

Getriebeart: Eaton Fuller Schaltgetriebe (13 Vorwärts- / 1 Rückwärtsgang)

Gesamtgewicht: 22.000 kg

Baujahr Fahrgestell: 1982

Baujahr Aufbau, Kran: 1991, 2011 generalüberholt

Indienststellung: 2011

Heckkran: Berger Gigant Effer 19000 N4S + JIB, (zusätzlich 3 mechanische Ausschübe)

Besatzung: 1:5

Aufbaufirma: Windisch

Funkrufname: Kran Utzenlaa

 

Fahrzeugbeschreibung

Dieses Einsatzfahrzeug verfügt über einen 30 kVA-Einbaugenerator, einen hydraulischen Lichtmast mit 3 x 1500 Watt, eine Karner HR10000 Seilwinde mit 10 to Zugkraft und eine hydraulische Hubbrille zum Verbringen verunfallter Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich.

Herzstück dieses Fahrzeuges ist der aufgebaute Berger Gigant Effer 19000 Heckkran mit JIB und zusätzlich 3 mechanischen Ausschüben, der bei einer maximalen Ausladung von knapp 22 Metern noch eine Tragfähigkeit von 280 kg aufweist.

Weiters sind auf dem Fahrzeug ein 2-Personen-Arbeitskorb mit 220 kg Tragfähigkeit, ein Rotator, eine Zweischalengreifer-Erdschaufel, ein Rundholzgreifer, ein Heugreifer, ein PKW-Hebebalken, diverse Kettengehänge, Bergegurte, Rundschlingen, Radklammern, eine Unterwasserpumpe mit einer Förderleistung von 2400 l/min, Motorsäge, Wathosen, ein Greifzug und weitere Beladung für technische Einsätze verlastet.

 

Fahrzeugverwendung

Das Kranfahrzeug wird vorwiegend bei Verkehrsunfällen eingesetzt, kann aber auch für die Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen, Anleiterbereitschaft (die Anleiterbereitschaft ist eine wichtige einsatztaktische Maßnahme der Feuerwehr zur Sicherstellung eines zweiten Rettungs- und Rückzugsweges für die Selbstrettung vorgehender Atemschutzgeräteträger, wenn sich Einsatzkräfte in Gefahrenbereichen oberhalb des ebenerdig zugänglichen Bereiches befinden), Verklausungen bei Hochwasser sowie für Löschangriffe an vom Boden aus schwer erreichbaren Bereichen eingesetzt werden.

MTF – Mannschaftstransportfahrzeug

 

Taktische Bezeichnung: MTF

Kennzeichen: TU 478 DV

Marke, Typ: Volkswagen Transporter TDI

Motor: Turbodiesel

Hubraum: 1.896 cm³, 75 kW (102 PS)

Getriebeart: Schaltgetriebe

Gesamtgewicht: 3.000 kg

Baujahr: 2009

Indienststellung: 2013

Besatzung: 1:8

Aufbaufirma: Eigenbau

Funkrufname: Bus Utzenlaa

 

Fahrzeugverwendung

Dieses Fahrzeug dient vorrangig dem Transport der Mannschaft bei allen möglichen Dienstfahrten wie Sitzungen, Kursbesuche, Schulungen, Besorgungen, etc. und wird natürlich auch im Einsatzfall als Zugfahrzeug für den TS-Anhänger sowie die Nachlaufachse verwendet.

Tragkraftspritzenanhänger

Der Tragkraftspritzenanhänger (TSA) ist ein geschlossener Anhänger der Feuerwehr mit einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe (9 Feuerwehrleute), insbesondere einer Tragkraftspritze.

Der TSA transportiert die fast gleiche Beladung wie ein Kleinlöschfahrzeug und dient dazu, einen ersten Löschangriff einzuleiten, bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken oder bei Unwettereinsätzen zu helfen. Da der TSA über KEINE Atemschutzgeräte verfügt, ist er nur für einen Außenangriff zu verwenden.

Die Beladung dieses Anhängers enthält neben Saugschläuchen, B-Schläuchen und C-Schläuchen auch eine Tragkraftspritze, die eingeschoben im Anhänger untergebracht ist. Zusätzlich sind Gerätschaften zur Wasserentnahme, Wasserförderung und Wasserabgabe untergebracht.

Abschleppachse

Eine Abschleppachse ist eine Sonderform des Anhängers, die verwendet wird, um ein leichtes Kraftfahrzeug abzuschleppen. Die Feuerwehr Utzenlaa ist im Besitz einer Abschlepp- und einer Nachlaufachse, um auch Fahrzeuge, bei welchen alle Räder beschädigt sind, aus dem Gefahrenbereich zu verbringen.

Durch diese Abschleppvorrichtung sind das ziehende und das gezogene Fahrzeug starr miteinander verbunden, wobei die Abschleppachse so konstruiert ist, dass das gezogene Fahrzeug durch Einhängen der beiden Vorderräder auf feste Distanz zum Vorderwagen gehalten wird. Möglich ist es ebenfalls, die Hinterräder einzuhängen. In dem Fall muss aber die Lenkung fixiert werden.

Im Gegensatz zum Abschleppseil und zur Abschleppstange müssen bei Verwendung einer Abschleppachse weder die Bremsen noch die Lenkung des zu ziehenden Fahrzeugs intakt sein. In unbeladenem Zustand ist eine Abschleppachse in Österreich wie ein Anhänger zu behandeln - das bedeutet, dass sie entweder ein eigenes Kennzeichen benötigt und Haftpflichtversicherung zu bezahlen ist, oder das sie ein nicht zum Verkehr zugelassener Anhänger ist und damit nur maximal 10 km/h gefahren werden darf.

Zillen

Die Freiwillige Feuerwehr Utzenlaa ist im Besitz einer Holz- und einer Polyesterzille.

Diese werden bei Einsätzen auf Gewässern, bei Hochwasser, als Übungszille für Wettbewerbe, usw. verwendet.