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Untenstehend finden Sie weitere wichtige Informationen zu folgenden Themen:

Erdgas

Erdgas - immer beliebter

Immer mehr Haushalte heizen mit Erdgas und wissen dessen Vorteile zu schätzen. Im Umgang mit Erdgas sind jedoch gewisse Regeln zu beachten. Einige Hinweise hierzu finden Sie auf dieser Seite. Haben Sie weitere Fragen, rufen Sie bitte Ihr Gasversorgungsunternehmen an.

Was ist Erdgas?

Erdgas ist farblos, ungiftig und von Natur aus geruchlos. Es wird jedoch ein Stoff beigemischt (Odorierung), der dem Erdgas einen auffälligen Warngeruch verleiht - ähnlich dem Geruch fauler Eier. Dadurch werden schon geringste Undichtheiten von Gasinstallationen wahrgenommen - lange bevor die untere Zündgrenze erreicht wird. Erdgas ist leichter als Luft (d Luft =1; d Erdgas = 0,6) und besteht überwiegend aus Methan und geringen Anteilen höherer Kohlenwasserstoffe. Der Zündbereich liegt zwischen 4 und 16 Vol.% im Gemisch mit Luft, die Zündtemperatur bei etwa 640° C.

Wie wird Erdgas transportiert?

Fernleitungen bringen das Erdgas in unser Versorgungsgebiet. Sie werden aus Stahlrohren gebaut und mit Hochdruck bis 80 bar betrieben. Erdgas in diesen Leitungen kann geruchlos sein. Über Druckregelanlagen fließt das Erdgas in erdverlegten Leitungen zu den Verbrauchern. Versorgungsleitungen bestehen aus Stahl-, Guß- oder Kunststoffrohren und werden mit unterschiedlichen Drücken betrieben:

  • Hochdruckleitungen bis etwa 80 bar
  • Mitteldruckleitungen zwischen 100 mbar und 1 bar
  • Niederdruckleitungen bis 100 mbar

Hausanschlussleitungen können mit Drücken bis 4 bar betrieben werden und bestehen aus Stahl- oder Kunststoffrohren. Bei neuen Hauseinführungen werden Schutzmaßnahmen getroffen, die eine Übertragung von Kräften von außen auf die Hausinstallation weitgehend verhindern.

Absperreinrichtungen werden an den Ein- und Ausgangsleitungen der Druckregelanlagen, im Rohrnetz als Streckenschieber und in größeren Hausanschlussleitungen (ab Durchmesser 80 mm) eingebaut. Hausanschlüsse mit Drücken über 1 bar sind immer mit Absperreinrichtungen außerhalb der Gebäude ausgerüstet.

Wie sehen Hausinstallationen aus?

Unmittelbar nach der Mauerdurchführung des Gas-Hausanschlusses befindet sich die Hauptabsperreinrichtung (HAE - auch ,,Feuerhahn" genannt), die die Gasversorgung des Gebäudes oder eines Gebäudeteiles sperrt. Weitere Absperreinrichtungen sind vor den Gaszählern (Zählerhähne) und vor den Gasgeräten zu finden. Die Zählerhähne sperren die Gaszufuhr zu den Geräten einer Wohnung.

Gasleitungen, auch Armaturen sowie neuere Gaszähler und Druckregelgeräte sind erhöht temperaturbeständig. Bei Altanlagen werden Bauteile, die dem nicht entsprechen - vor allem Zähler und Druckregelgeräte - nach und nach ausgewechselt.

Was ist bei Gasaustritt zu tun?

  • Das Gasversorgungsunternehmen ist umgehend zu verständigen. Es unterhält einen Bereitschaftsdienst, der Tag und Nacht erreichbar ist und die Feuerwehr unterstützt.
  • Die erforderlichen Maßnahmen richten sich danach, ob Gas im Freien oder in Gebäuden, brennend oder nicht brennend, austritt. Die Reihenfolge der Maßnahmen ergibt sich aus der jeweiligen Situation.

Bei Gasaustritt im Freien - nicht brennend

  • Alle Zündquellen vermeiden: Motoren abstellen, elektrische Schaltvorgänge unterbinden, absolutes Rauchverbot,...
  • Elektrogeräte nur in exgeschützter Ausführung verwenden (Lampen, Funkgeräte, Funkmeldegeräte,...).
  • Gefahrengebiet weiträumig absperren, auch für den öffentlichen Verkehr. Hierbei Windrichtung beachten.
  • Falls möglich, Gasaustritt eindämmen oder unterbinden (Rohr provisorisch verstopfen, abquetschen, abknicken, unter Umständen Sand oder Aushub in Baugrube schütten,..).
  • "Gasnester" beachten, die sich in Räumen, aber vor allem in Schächten, Kanälen und Nachbargebäuden bilden können.
  • Nach Möglichkeit verhindern, dass Gas in Räume einströmen kann (Fenster schließen, Markisen einrollen,...)

Bei Gasaustritt im Freien - brennend

  • Weiträumig absperren. Hierbei Windrichtung beachten.
  • Gefährdete Objekte nass halten.
  • Nicht löschen!
  • Ausnahme: Wenn zur Rettung von Menschenleben notwendig. In diesem Fall alle Möglichkeiten zur Vermeidung von Rückzündungen ergreifen.

Bei Gasaustritt in Gebäuden - nicht brennend

  • Wenn vorhanden, Absperreinrichtung vor dem Gebäude schließen.
  • Hauptabsperreinrichtung schließen.
  • Das Schließen eines Zählerhahns ist nur dann ausreichend, wenn eindeutig ist, dass das Gas nur in der diesem Zähler nachgeschalteten Installation austritt.
  • Für gute Durchlüftung sorgen, Fenster und Türen öffnen.
  • Elektrogeräte nur in exgeschützter Ausführung verwenden (Lampen, Funkgeräte, Funkmeldegeräte,...).
  • Zündquellen vermeiden
  • alle Flammen löschen
  • kein Feuerzeug oder Streichholz entzünden
  • absolutes Rauchverbot
  • keine elektrischen Schalter betätigen
  • keine Türklingeln betätigen (evtl. Posten zur Bewachung der Haustür in sicherer Entfernung aufstellen)
  • keinen elektrischen Stecker ziehen
  • Telefon im Gefahrenbereich nicht benutzen.
  • Wenn möglich, Gebäude von der Stromversorgung trennen, jedoch nur dann, wenn die entsprechende Abschaltmöglichkeit eindeutig außerhalb des Gefahrenbereiches liegt.
  • ,,Gasnester" beachten, die sich in Räumen, auch in Nachbarräumen, aber vor allem in Schächten und Kanälen bilden können.
  • Bei starkem Gasgeruch oder Strömungsgeräuschen muss das betroffene Gebäude geräumt werden. Es darf nur zu Rettungsmaßnahmen unter Beachtung der Gaskonzentration betreten werden.

Bei Gasaustritt in Gebäuden - brennend

  • Nicht löschen!
  • Ausnahme: Wenn zur Rettung von Menschenleben notwendig. In diesem Fall alle Möglichkeiten zur Vermeidung von Rückzündungen ergreifen.
  • Wenn vorhanden, Absperreinrichtung vor dem Gebäude schließen.
  • Hauptabsperreinrichtung schließen.
  • Das Schließen eines Zählerhahns ist nur dann ausreichend, wenn eindeutig ist, dass das Gas nur in der diesem Zähler nachgeschalteten Installation austritt.

Quelle: www.noezsv.at

Landwirtschaft

Sicherheitstipps für Landwirte

In kaum einem anderen Wirtschaftszweig ist die Brandgefahr so groß wie in der Landwirtschaft. Jahr für Jahr fallen hier dem Feuer Millionenwerte zum Opfer. Viele Brände wären sicherlich vermeidbar gewesen. Oft lag es nur daran, dass die Gefahr nicht bekannt war nicht rechtzeitig erkannt oder unterschätzt wurde.

Unwissenheit, Leichtsinn und Fahrlässigkeit sind Ursachen, die sich mit Achtsamkeit und Sorgfalt bekämpfen lassen. Dazu sind oftmals nur einfache aber wichtige Sicherheitsregeln zu beachten. Einige davon haben Schadenverhütungsexperten zusammengestellt:

Gefahr im Heu vermeiden

Eingelagertes Heu und Stroh neigt aufgrund chemischer Reaktionen zur Selbsterhitzung und Selbstentzündung, deshalb:

Erntegut nur trocken einfahren und ab dem zweiten Tag nach der Einlagerung etwa drei Monate lang regelmäßig Temperaturkontrollen durchführen.

Temperaturmessungen mit einer Heumesssonde an verschiedenen Messpunkten im Stapel durchführen. Eine oberflächige Besichtigung des Heustockes oder eine Messung mit der Hand reicht nicht aus. Die Heumesssonde ist für relativ wenig Geld im Fachhandel erhältlich.

Bei Erwärmung des Lagergutes auf Temperaturen zwischen 50° C und 70° C besteht bereits Brandgefahr die eine regelmäßige Messung des Heustocks in Zeitabständen von fünf Stunden erfordert. Sofort die Feuerwehr alarmieren, wenn der Heustock eine Temperatur von über 65° C erreicht, damit rechtzeitig geeignete Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.

Brandgefahr durch Düngemittel

Verschiedene Düngemittel neigen bei Einwirkung von Feuer aber auch schon bei geringer Wärmezufuhr zur Schwelzersetzung. Gebrannter Kalk kann sich bei Zutritt von Feuchtigkeit so stark erhitzen, dass brennbare Stoffe wie Heu, Papier, Torf und Holz entzündet werden können, deshalb:

bei der Lagerung insbesondere von ammoniumnitrathältigem Düngemittel, darauf achten, dass diese vor starker Erwärmung (z. B. durch Lötarbeiten, Beleuchtungskörper elektrische Kabel und Motoren, Dampfleitungen, heiße Motorabgase) geschützt sind.

Brandkalk so befördern und lagern, dass dieser weder feucht werden kann, noch mit brennbaren Stoffen in Berührung kommt.Brandkalk und Düngemittel niemals zusammen und nur auf geeignetem Untergrund, und nicht auf oder an brennbaren Trennwänden lagern.Im Zweifelsfalle den Händler oder einen Fachmann fragen, welche Stoffe sich gefahrlos zusammen mit anderen lagern lassen.

Feuer im Stall – Eine Horrorvision die (hoffentlich) nie Wirklichkeit wird!

Der Tod durch Feuer ist wohl das Schrecklichste, was einem Tier geschehen kann - besonders einem Pferd, das in einer Box eingesperrt ist. Jeder Pferdebesitzer weiß mit Sicherheit viel über ausgewogene Ernährung und Trainingsmethoden, kennt mehrere Telefonnummern von Tierärzten - aber weiß jeder, was im Katastrophenfall eines Brandes im Stall zu tun ist?

Die Mehrheit der Brände in Stallungen entsteht durch fehlerhafte oder falsch verwendete elektrische Geräte oder durch Zigaretten. Andere Ursachen sind Blitzschlag oder die Selbstentzündung von Heu. Fast alle Pferdestallungen haben folgendes gemeinsam:

Sie bestehen entweder ganz oder zumindest teilweise aus Holz.

In den Boxen befindet sich brennbares Material, wie Stroh oder Hobelscharten.

Die gute Belüftung der Boxen bringt im Brandfall auch viel Sauerstoff zum Feuer.

Lagerräume für Heu, Stroh und Hobelscharten befinden sich in unmittelbarer Nähe der Boxen.

In manchen Räumen (Sattelkammer) befinden sich weitere extrem leicht brennbare Gegenstände: Decken, Öle, Putzmittel, Bandagen... Ölgetränkte Putzlappen können sich von selbst entzünden und gehören in einen unbrennbaren Abfallbehälter.

Offenes Feuer (z.B. ein Raucher) stellt eine permanente Brandgefahr dar.

Die Verbrennungsgeschwindigkeit von losem Stroh ist dreimal so hoch wie die von Benzin. Wenn Feuer in einer Box ausbricht, bleiben 30 Sekunden zur Rettung des Pferdes. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung und der entsprechenden Hitzeentwicklung lassen bis zum Vollbrand nur wenige Minuten Zeit. Automatische Sprinkleranlagen sind die beste - leider sehr teure - Möglichkeit der effizienten Brandbekämpfung. Aber auch schon dicke Wasserschläuche oder Handfeuerlöscher, die nicht erst aus irgendwelchen Ecken geholt werden müssen, können einen Brand in den Anfängen beenden. Handfeuerlöscher sollten Wasser mit Zusätzen enthalten (Frostschutz, Korrosionsschutz, Netzmittel...). Pulverlöscher sind in einem Stall ungeeignet, sie nehmen die Sicht, und der Staub kann die Atemwege schädigen. Auf einem Handfeuerlöscher für die Brandklasse A (= Brände fester Stoffe) sollten die "Löschmitteleinheiten" vermerkt sein - pro 200 m2 Stallfläche werden bei hoher Brandgefahr (s.o.) 12 Löschmitteleinheiten empfohlen.

Weil sich das Feuer so schnell ausbreitet, ist die Gefahr einer Panik (unter den Menschen) enorm. Brandschutzübungen sollten helfen, dieser Panik vorzubeugen.

Reihenfolge der Maßnahmen im Brandfall:

  • Die Feuerwehr rufen.
  • Die Pferde evakuieren.
  • Halfter und Strick verwenden.
  • Den Pferden - wenn notwendig - die Augen verbinden (Schals, Tücher etc.)
  • Die Pferde weit genug vom Stall wegbringen, auf jeden Fall aus dem Weg der Helfer bringen und sicher verwahren. - Verängstigte Pferde laufen in ihren Stall zurück.

Alle Zufahrtstore zum Areal öffnen und Zufahrtswege für die Feuerwehr freihalten. Das Eintreffen der Feuerwehr sollte von einem Ortskundigen abgewartet werden. Einweisen!

Bis Hilfe kommt, selbst mit allem löschen, was zur Verfügung steht: Wasserschläuche, Schaufeln, Feuerlöscher... ACHTUNG: Man muss wissen, wann man sich zurückziehen sollte. Selbstgefährdung ist sinnlos!

Die Zeitschrift der niederösterreichischen Feuerwehren "Brand aus" beschäftigte sich in der März - Ausgabe dieses Jahres speziell mit dem Thema "Tierrettung". Aus der Sicht der Feuerwehrleute wird hier beschrieben, welche Probleme sich aus dem Umgang mit verschiedenen Tieren in der Ausnahmesituation "Brand im Stall" ergeben. Im Zusammenhang mit der Feuerwehr sei auch die Möglichkeit einer Brandmeldeanlage in direkter Verbindung mit der Feuerwehr erwähnt.

Brandmelder, die auf Rauch, Flackerlicht etc. ansprechen, melden durch Sirenenton den Brandausbruch und gleichzeitig über eine Nottelefonleitung an die nächste dauernd besetzte Feuerwehrzentrale, die dann die lokale Feuerwehr über Funk ruft. Wer an so einem System interessiert ist, sollte sich mit Firmen, die Alarmanlagen installieren, in Verbindung setzen (Preis ab ca. EUR 1.500,–). Wer es etwas billiger möchte, aber trotzdem nicht in der Nacht erst durch den hellen Schein eines Vollbrandes geweckt werden will, sollte in diversen Baumärkten nach selbst zu montierenden Rauchmeldern Ausschau halten. Es gibt sie zwar schon ab ca. EUR 10,– , doch diese verbrennen möglicherweise schweigend! Empfehlenswerte Qualität (batteriebetrieben, Selbstmontage an der Decke) gibt es ab ca. EUR 70,– pro Stück.

Umstände, die jedem Reiter klar sind, erscheinen einem nicht im Umgang mit Pferden geübten Feuerwehrmann naturgemäß nicht logisch. So könnte zum Beispiel schon allein das Öffnen einer Box zu einer unlösbaren - oder zumindest viel zu zeitraubenden Aufgabe werden - zum Beispiel, wenn der Öffnungsmechanismus eine mit Feder gesicherte Stange des Gitters ist. Einfach - nur für den, der es weiß und schon einmal gemacht hat! Auch das Anlegen eines Halfters und das Führen kann zum Problem werden. Hoffentlich befinden sich passendes Halfter und ein Strick mit einem Haken, den auch ein Laie bedienen kann, in Griffweite. Wer sehen will, wie es im Ernstfall aussehen könnte, gebe einer Testperson, die noch nie etwas mit Pferden zu tun hatte, einen Strick mit Bullsnap oder einem "einfachen" Panikhaken. Pferde müssen im Katastrophenfall, wie oben erwähnt, weit genug vom Stall entfernt sicher angebunden werden. Wie bindet man nun aber ein Pferd an, dass es sich nicht im Strick verhängt und nicht verletzt? Wo gibt es in der Umgebung Möglichkeiten? Koppelzäune sind mit Sicherheit NICHT geeignet - außer es handelt sich um einbetonierte Eisenkonstruktionen!

All diese Überlegungen führen nur zu einer Folgerung - der verantwortungsvolle Stallbesitzer bittet die örtliche Freiwillige Feuerwehr um eine Übung auf dem Gelände mit der Annahme eines Brandes, z.B. im Heu-, Stroh- oder Sägespänelager! Im Zuge der Übung werden sich verschiedene Details ergeben, die lehrreich für alle sind und die in einem hoffentlich nie eintretenden Ernstfall entscheidende Sekunden sparen können. (Siehe oben: Verschlüsse der Boxen, Halfter, Stricke...)

Schon beim Bau einer Reitanlage sollte die Sicherheit im Brandfall mitbedacht werden. Und wenn schon der Einbau von Deckensprinklern aus Kostengründen wegfällt, so gibt es doch von Brandschutztüren bis zu Wasserleitungen mit großem Durchmesser und Paddocks, die auch von außen geöffnet werden können, genug Möglichkeiten, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Möge er nie eintreten!